As der Schwerter

8. August 2012

Die Bedeutung des Geschichtsbilds für unsere Überlebenschancen II

Im ersten Teil dieses Essays habe ich dargelegt, warum meiner Meinung nach die Richtigstellung („Revision“ d.h. „Geschichtsrevisionismus“) einer verleumderischen Geschichtsschreibung für uns Deutsche essentiell ist. Im Folgenden werde ich ausführen, wie eine solche Richtigstellung erfolgen muss, damit sie Wirkung entfaltet.

Im ersten Teil des Essays hatten wir das Beispiel eines Menschen, der verleumdet und infolge sozial geächtet, in den Selbstmord getrieben wird. Stellen Sie sich nun den umgekehrten Fall vor. Nehmen wir an, Sie erfahren über eine Person, von der Sie bisher ein positives Bild hatten, dass er ein Zuhälter ist, der zudem durch eine unangemessen raue Behandlung einen zahlungsunwilligen Kunden ins Jenseits befördert hat. Was ist Ihre Reaktion? Wahrscheinlich sind Sie angeekelt, wollen mit diesem Menschen nichts mehr zu tun haben, fürchten sich vor ihm. Vielleicht würden Sie ihn auch bei der Polizei anzeigen, wenn Sie Beweise für seine Tat haben. Jetzt stellen Sie sich aber vor, dieser Mensch ist ihr Arbeitgeber: Sie haben eine für Ihre Verhältnisse gute Stelle und würden wahrscheinlich nichts anderes finden. Jetzt stellen Sie sich noch vor, Sie leben in Süditalien und die Polizei interessiert sich nicht die Bohne dafür, was Ihr Arbeitgeber verbrochen hat (und wird eher noch Sie ins Gefängnis bringen, wenn Sie sich darüber öffentlich auslassen). Welche Konsequenzen hat nun Ihr Wissen über Ihren Arbeitgeber, selbst wenn Sie es mit der ganzen Dorfgemeinschaft teilen? Wahrscheinlich gar keins bzw. sogar, dass Sie Ihrem Arbeitgeber eine besondere Form des „Respekts“ entgegenbringen.

Kriegsverbrechen wie der Bombenholocaust haben dem Ansehen der VSA prinzipiell nicht geschadet

Die Tatsache, dass nur noch wenige Menschen an die offizielle Version von „9/11“ glauben, sollte die Regierung der VSA eigentlich in große Verlegenheit bringen, aber dem ist offensichtlich nicht so. „9/11“ ist ja auch nicht der einzige Fall; neben Pearl Harbor oder dem Vorwand um 1898 den Krieg gegen Spanien zu beginnen (ein Panzerkreuzer wurde unrechtmäßig in den Hafen von La Habana gefahren und dort in die Luft gejagt, woran dann angeblich die Spanier schuld waren) gibt es eine schier endlose Serie an Lügen, Manipulationen und Schweinereien (z.B. die zahlreichen „Interventionen“ im „Hinterhof“, von Chile über Panamá bis Nicaragua; dann Afghanistan, Irak etc.). Jedem gebildeten Menschen mit ein wenig Neugierde bzw. Interesse sind die entsprechenden Informationen zugänglich, weltweit wissen Millionen von den jeweils einzelnen Fällen. Die VSA (bzw. ihre Regierung und wer hinter ihr steht) sollten also eigentlich vollkommen diskreditiert sein, es sollte Wogen der Empörung, Streiks im Inland, Boykotte im Ausland geben etc. Und was passiert? Eigentlich gar nichts.

Könnte die Reaktion auch anders sein? Könnten sich Wogen der Empörung, Boykotte etc. einstellen? Ja, natürlich, nämlich wenn Marietta Slomka und ihre Pendants in anderen Ländern in den Abendnachrichten verkünden, dass die Weltgemeinschaft angesichts der Enthüllung über besagte Schweinereien schockiert ist, wenn Gewerkschaftsführer, Bono und Bob Geldoof zu internationaler Solidarität aufrufen etc.

Woran liegt das? Offensichtlich handelt es sich, so zumindest meine Ansicht, um eine menschliche Konstante, um Menschlich-allzu-Menschliches. Ein literarischer Text, der Roman Fontamara des Italieners Ignazio Silone (zu dessen Lektüre ich durch diesen Text von Dikigoros angeregt wurde), veranschaulicht dies sehr schön.

Fontamara erzählt den Niedergang des gleichnamigen Dorfes zur Zeit des Faschismus. (Der Roman erhält seinen Wert neben der hervorragenden Komposition und dem bitterbösen Sarkasmus dadurch, dass der Fall Fontamara eigentlich sehr allgemein ist und sehr unideologisch geschildert wird; Silone selbst wies darauf hin (vgl. Dikigoros), dass die Kommunisten es nicht anders halten als die Faschisten, welche die politisch korrekten Interpreten des Romans natürlich einzig im Auge haben.)

Die ungebildeten und armen Bauern von Fontamara sind es seit Urzeiten gewohnt, von den jeweils Herrschenden ausgebeutet zu werden. Diese „Tradition“ erhält allerdings eine ganz neue Intensität und Bedeutung mit dem Aufstieg des „Unternehmers“ (so sein Name im Roman), der, von einer Bank mit Kapital versorgt, alles aufkauft und die Bauern, ebenso wie die bisherige „gute Gesellschaft“, mit dreisten Tricks übervorteilt. Das Ende des Dorfes wird folgendermaßen eingeleitet: Die Bauern bemerken erstaunt, dass Arbeiter dabei sind, den kleinen Bach umzuleiten, der ihre Felder dürftig mit Wasser versorgt. Dies wurde von dem „Unternehmer“, welcher neuerdings auch Bürgermeister ist, mit Hinweis auf das dadurch angeblich gemehrte Gemeinwohl veranlasst (und von den Steuern der Kommune bezahlt). Die Bauern protestieren, werden aber einfach mit fadenscheinigen Begründungen über neue Gesetze und Ähnliches abgespeist. Sie selbst empfinden sich aufgrund ihres Unwissens und ihrer Armut als hilflos und wenden sich an den Rechtsanwalt Circostanza, den „Verteidiger des Volkes“, der ihnen stets gerne „hilft“, weil sie sich bei niemandem darüber beschweren können, dass er ihnen im Grunde nur das Geld aus der Tasche zieht. Er verspricht ihnen einen „Kompromiss“ auszuhandeln, welcher dann folgendermaßen aussieht: ¾ des Wassers sollen den Bauern zugeteilt werden und die anderen ¾ (ja, genau: jeweils ¾) dem „Unternehmer“. Als sich herausstellt, dass letztendlich alles Wasser dem „Unternehmer“ zukommt, werden die Bauern von den Carabinieri daran gehindert, sich zu ihrem Recht zu verhelfen.

Das Unglaubliche, aber psychologisch meiner Meinung nach meisterhaft Dargestellte ist, dass die Bauern sich immer wieder an den Rechtsanwalt Circostanza wenden, obwohl dieser sie ja immer nur betrogen hat, was ihnen auch vollkommen bewusst ist. Sie fühlen sich jedoch hilflos und sehen ihn als ihren einzigen „Verbündeten“ an, da die anderen Mitglieder der „guten Gesellschaft“ mit ihnen nicht einmal sprechen. Im Verlauf des Romans werden sie von den herrschenden Faschisten als Staatfeinde eingestuft, wobei sie weder wissen, was Faschisten sind, noch vom Sozialismus eine Ahnung haben. Eine unglaublich groteske Szene ist die folgende: Während die meisten Männer auf den Feldern arbeiten, kommen zahlreiche Lastwagen mit aus dem Lumpenproletariat rekrutierten Schwarzhemden ins Dorf. Nachdem sie alles demoliert und einige Frauen vergewaltigt haben, nehmen sie eine Gesinnungsprüfung vor, während der dann auch die Feldarbeiter eintreffen. Die entscheidende Frage ist, wen die Bauern „hochleben“ lassen wollen. Die einzig richtige Antwort ist der Name des Führers, welcher aber keinem der Bauern überhaupt bekannt ist (und der auch im Roman nicht erwähnt wird; wie gesagt könnte man auch statt „Faschisten“ „Kommunisten“ oder „Finanzoligarchen“ einsetzen). Alle Bauern, egal ob sie die Jungfrau Maria, die Königin Margherita (von deren Tod sie noch gar nichts mitbekommen haben) oder „die Regierung“ hochleben lassen, werden als Staatsfeinde registriert.

Dieser Roman hat mich frappierend an unsere eigene Situation erinnert. Statt von einem „Unternehmer“ bekommen wir hanebüchen begründete Vorgaben aus Brüssel. Wir sind Staatsfeinde, weil wir Weiße und Deutsche sind. Wir fühlen uns schwach und hilflos und hoffen, dass irgendwann einmal ein Retter in einer der bestehenden Parteien auftaucht oder dass eine neue Partei gegründet wird, die uns dann rettet. Alle angeblichen „Retter“ verhalten sich aber eher wie der Rechtsanwalt Circostanza. Andere wiederum hoffen, dass „die Menschen irgendwann aufwachen“, aber, wie hier dargestellt, wissen doch die Meisten von genügend Lügen, Betrügereien und Schweinereien und leben doch einfach ihr Alltagsleben fort.

Wenn wir uns erfolgreich zur Wehr setzen wollen, dann brauchen wir alles, was dazugehört: Unternehmer, Anwälte, Journalisten, Soldaten.

In Silones Roman deutet sich ein Hoffnungsschimmer an: Eine Gestalt, „zwischen Arbeiter und Student“ nimmt mit den Bauern Kontakt auf, versorgt sie mit einer Presse und regt sie dazu an, ihre eigene Zeitung zu drucken. Auf naive Weise schreiben sie in diese Zeitung, wie sie betrogen und zerstört werde: vom „Unternehmer“, vom Rechtsanwalt, vom Richter etc. Diese einfache Anklage in einer Zeitung zu lesen, hat einen unglaublichen Effekt. Die Mächtigen fühlen sich bedroht und lassen das Dorf überfallen; viele Bewohner sterben, aber einige, darunter der Erzähler, können sich retten. So endet der Roman.

Um zum Ausgangsthema dieses Essays zurückzukommen: Die Wahrheit, „wie es ist“ und „wie es gewesen ist“, ist sehr wichtig. Die Geschichte unserer Leiden, unserer Unterdrückung und Auslöschung ist wichtig. Mit dem Internet haben wir bereits ein wertvolles Medium, aber den Sieg werden wir erst erringen, wenn das, was wir hier schreiben, von Marietta Slomka verkündet wird, und dafür brauchen wir Unternehmer, Anwälte, Journalisten, Soldaten.

41 Kommentare »

  1. Das Hauptproblem ist, dass die Menschen die anders denken, als die Blockparteien und die Mainstreammedien,keine Stimme haben: Keine grosse landesweit vertiebene Tages- oder Wochenzeitung, keinen Fernsehsender und auch keinen Radiosender. Klar man sich über das Internet informieren, aber ich denke, dass immer noch die meisten Leute mit dem Internet fremdeln, und weiterhin ihre “Informationen” via Bild und Glotze beziehen.

    Ich weiss nicht mehr, wer mal sagte, dass Pressefreiheit darin bestünde, dass 200 reiche Personen ihre Meinung äussern dürften. Heute sind es bestimmt noch weniger.

    Kommentar von mike — 8. August 2012 @ 10:09

  2. ch weiss nicht mehr, wer mal sagte, dass Pressefreiheit darin bestünde, dass 200 reiche Personen ihre Meinung äussern dürften.

    Das war PSL! (Peter Scholl-Latour)

    Kommentar von Sir Toby — 8. August 2012 @ 10:49

  3. … aber den Sieg werden wir erst erringen, wenn das, was wir hier schreiben, von Marietta Slomka verkündet wird, …

    Da habe ich gewisse Schwierigkeiten das nachzuvollziehen. Wieso muß das, was hier geschrieben wird, von Marietta Slomka verkündete werden?? Bleiben wir in der Analogie, dann hätten die ersten Journalisten, die am Anfang dessen standen, was wir heute so als ‘die Presse’ zu bezeichnen gewohnt sind, doch auch nicht ihr eigenes – neues! – Medium als den eigentlichen Träger bei der Durchsetzung anderer Inhalte sehen müssen, sondern sich auch wieder darauf zurückziehen müssen, daß sie ‘den Sieg erst dann erringen werden, wenn Adel und Klerus (beispielsweise), das verkünden, was sie bereits geschrieben haben.

    Wenn du recht haben solltest, dann würden wir uns eben doch in einem vergleichbaren ‘Langen Marsch’ befinden, wie weiland die 68er, und dann würde das was wir hier als Wahrheit zu verbreiten versuchen, erst von der mit dem Internet aufgewachsenen (und darüber mit diesen Inhalten bereits als Allgemeingut vertraut gewordenen) Nach-Slomka-Generation (oder auch Nach-nach-Slomka-Generation) auf den Fluren des Apparats als Selbstverständlichkeit behandelt und dann auch auf dem Bildschirm ausgesprochen werden.

    Nur: Wenn die Glaubwürdigkeitshoheit vom Heute-Journal oder den Tagesthemen auf das Internet als Medium übergeht – wieso muß man dann auf das Fernsehen hoffen? Das wäre irgendwie so ähnlich, wie wenn die, die damals das neue Medium Fernsehen für ihre Botschaften nutzten (beispielsweise diese Politmagazine … ‘Monitor’, ‘Panorama’ und wie sie alle heißen/hießen), sich darauf versteift hätten: Gesiegt haben wir erst, wenn die FAZ unsere Botschaft verkündet! Nun, die FAZ verkündet zwar heute auch deren Weltsicht … aber ‘gesiegt’, d.h. politisch durchgesetzt, hatten sie sich lange vorher.

    Durch Kewil können wir ja lernen, daß die FAZ erst durch ‘das Irrlicht Schirrmacher’ in der erlauchten Kreis der ‘linksversifften Propagandapresse/BRD-Lügenmedien’ aufgestiegen ist. Und das war eben einfach ein generatives Geschehen. Wobei: Dabei fällt mir auf, daß Schirrmacher ja seinen Aufstieg dadurch begann, daß er zum Feuilletonchef gemacht wurde. Als Nachfolger des vorhergehenden Feuilletonchefs. Von eben diesem. Und wer war … ‘eben dieser’? Nun, niemand anders als Herr Reich-Ranicki, der wiederum einer ganz bestimmten identitären Gruppe angehört. Könnte es sein, daß MRR sich bei diesem Coup keineswegs nur von literarischen Gesichtspunkten leiten ließ?

    Wobei ich nicht darauf spekulieren möchte, daß Schirrmacher zum selben Verein wie MRR gehört … aber daß MRR wußte, welches zersetzende Ei er der FAZ mit seinem Nachfolger ins Nest legen würde. Und wenn wir uns die Gegenwart betrachten, hat die Strategie, wenn es denn eine war, ja auch bestens funktioniert. Außer ein paar konservativen Feigenblättern wie Kohler, die hin und wieder der Klientel für die Länge eines Kommentars einen kleinen ‘konservativen Kick’ geben dürfen, ist die FAZ in ihrem prinzipiellen Kurs genauso linksversifft wie alle anderen.

    Kommentar von Sir Toby — 8. August 2012 @ 15:55

  4. Ich weiss nicht mehr, wer mal sagte, dass Pressefreiheit darin bestünde, dass 200 reiche Personen ihre Meinung äussern dürften. Heute sind es bestimmt noch weniger.

    Es sind in Deutschland maximal zwei Dutzend. Aber selbst damit könnte man leben, wenn diese zwei Dutzend Leute auch zwei Dutzend verschiedene Meinungen vertreten würden; dann wäre für Jeden etwas dabei. Sie vertreten aber in allen Fragen, auf die es ankommt, dieselbe Meinung.

    Kommentar von Manfred — 8. August 2012 @ 19:24

  5. @Sir Toby

    “Da habe ich gewisse Schwierigkeiten das nachzuvollziehen. Wieso muß das, was hier geschrieben wird, von Marietta Slomka verkündete werden?? Bleiben wir in der Analogie, dann hätten die ersten Journalisten, die am Anfang dessen standen, was wir heute so als ‘die Presse’ zu bezeichnen gewohnt sind, doch auch nicht ihr eigenes – neues! – Medium als den eigentlichen Träger bei der Durchsetzung anderer Inhalte sehen müssen, sondern sich auch wieder darauf zurückziehen müssen, daß sie ‘den Sieg erst dann erringen werden, wenn Adel und Klerus (beispielsweise), das verkünden, was sie bereits geschrieben haben.”

    Im Idealfall haben Journalisten keinen “Sieg zu erringen”, sie sollen nur informieren. Angeblich soll es ja auch heutzutage so sein, wobei wir eben alle wissen, dass es nicht stimmt. Auch im 19. Jahrhundert, als das moderne Zeitungswesen entstand, war es nie so, dass Journalisten autonom handelten. Daher brauchten sie auch nicht andere (wie Adel und Klerus), die “ihre” Meinung oder Sichtweise legitimierten. Sie handelten von vornherein (wenn auch nicht offen) im Interesse von anderen, die finanzielle und politische Macht hatten, so dass es dann eine “republikanische” und eine “royalistische” Presse gab etc. Immerhin gabe es damals noch verschiedene Interessen, die sich artikulieren konnten. Manfred schreibt in seinem Kommentar, wie es heute aussieht. Wenn Marietta Slomka auf unsere Sicht der Dinge eingehen würde bzw. diese Artikulieren würde, wäre das also ein Beweis dafür, dass wir “es geschafft haben”, dass wir wirkliche Macht besitzen und damit wirklich ins Geschehen eingreifen können.

    Warum rede ich von “Marietta Slomka”? Die von mir gewählten Beispiele helfen, das zu verstehen:Ilhan begeht Selbstmord, weil er fälschlicherweise des Mordes bezichtigt wird. Don Mafioso hingegen juckt es überhaupt nicht, dass jeder weiß, dass er bereits zahlreiche Morde hat begehen lassen. Entscheidend ist also nicht “die Wahrheit”, sondern die Machtfrage. Uns allen ist doch bekannt, welche zentrale Rolle heutzutage die Medienmacht spielt (“regieren mit BAMS”). Marietta Slomka ist natürlich nur eine Antonomasie. Wenn sie etwas verkündet, dann steht Macht dahinter und das Verkündete entfaltet Wirkung.

    Wäre die Glaubwürdigkeit tatsächlich von Zeitung und Fernsehen auf das Internet übergegangen, dann könnte uns “Marietta Slomka” egal sein. Ich sehe da aber ein Problem: Die Tagesthemen (und “heute” etc.) sind ein eindeutig ausgewiesenes Sprachrohr der Macht, die Darstellung ist durchdacht, geplant und gezielt. Jeder weiß das zumindest intuitiv. Das Internet ist pluralistisch und chaotisch, und jeder weiß, dass dort auch viele Spinner publizieren. Eine Internetpublikation wird daher nie die Wirkung haben wie die Tagesschau.

    Kommentar von sternbald — 8. August 2012 @ 19:51

  6. Eine Internetpublikation wird daher nie die Wirkung haben wie die Tagesschau.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Als der Buchdruck aufkam, hätte man vermutlich auch gesagt, das gedruckte Wort werde nie die Wirkung haben wie die Predigt von der Kanzel. Die etablierten Medien versuchen jetzt schon, ihre Präsenz im Internet zu verstärken, einfach, weil das Internet das technisch überlegene Medium ist, allein schon aufgrund seiner Interaktivität, und deshalb die zentralisierten Medien, bei denen die Kommunkation einseitig verläuft, zurückdrängen. In ein paar Jahren wird vielleicht das gesamte Fernsehen über das Netz verbreitet, und dann ist es dort nur ein Angebot von vielen. Außerdem konkurrieren alle Blogger und Webseitenbetreiber um Zugriffszahlen, und das heißt, sie müssen an ihrer Qualität arbeiten. Nach und nach werden sich durch solche Konkurrenzmechanismen auch im Netz Leitmedien herausbilden, die es an Einfluss mit den heutigen MSM werden aufnehmen können.

    Kommentar von Manfred — 8. August 2012 @ 20:48

  7. Marietta Slomka interviewt in Moskau Boris Akunin, alias Grigory Shalvovich Chkhartishvili, von der Protestbewegung gegen Putin.

    Frau Slomka verfügt über gute Beziehungen zu den einschlägigen Kreisen.

    Kommentar von submarine — 8. August 2012 @ 21:01

  8. Beziehe mich auf beide Teile.

    Das heute offiziell geltende Geschichtsbild, die heutige offizielle Geschichtsschreibung, ist nicht nur bloße Geschichtsschreibung, sondern nicht weniger, als DIE Basis für alle metaphysischen Machtverhältnisse in Westeuropa, vermutlich sogar der gesamten westlichen Welt!

    Und diese Geschichtsschreibung, die metaphysischen Machtverhältnisse (auf welchen die tatsächlichen Machtverhältnisse logischerweise aufbauen) resultieren aus -und beschränken sich auf- einen einzigen kleinen Ausgangspunkt; kommen quasi nur aus einem einzigen Uterus hervorgekrochen. Und dieser ist:

    Nazideutschland von 1933 bis 1945

    Korrekter: Das Bild, welches von Nazideutschland gezeichnet wurde und wird.

    Und das umfasst nicht nur den Holocaust, sondern z.B. auch die Frage der Kriegsschuld, womit wiederum die eigenen Kriegsverbrechen wie bspw. die Bombardierung der deutschen Städte moralisch legitimiert werden sollen. usw. usf.

    Nicht umsonst gibt es das Wort Nachkriegsordnung. Dieser Begriff bezeichnet nicht nur einen zeitlichen Rahmen (nach dem Krieg), sondern gibt auch einen Hinweis darauf, worauf diese Ordnung aufgebaut. Auf dem Krieg, bzw. wie erwähnt auf dem (furchtbaren) Bild, welches von Nazideutschland gezeichnet wurde und wird.

    Die Masche scheint zu funktionieren, und wohl auch dort anwendbar zu sein, wo keine Nachkommen deutscher Nazis wohnen. Sogar bei denen, die gegen die bösen Nazis gekämpft haben! Und sogar in Asien.

    Jetzt stellen sich ja die Fragen, ob im allgemein gültigen Geschichtsbild Lügen enthalten sind, und ob das Bekannt werden evtl. vorhandener Lügen die auf dem (fehlerhaften) Geschichtsbild basierenden Machtverhältnisse beeinflusst, oder gar nachhaltig beeinflusst.

    Zunächst dieses historisches Zitat:

    “Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen.

    Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun.

    Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig.

    Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.”

    Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm

    Nun, die nächsten Lügen, welche sich als solche herausstellen werden, sind die Lügen der EU und ihrer Währung. Wenn die Leute (schmerzhaft) erkennen müssen, dass die Europäische Union nicht Frieden und Wohlstand in Europa garantiert, sondern Armut, Verlust aller erarbeiteter und ersparter Lebensleistung und am Ende gar wieder ungeahnte Brutalität und Krieg bedeutet.

    Es wurde erwartet, dass die EU eine solch schwere Krise erschafft, dass die Menschen in Europa einen gesamteuropäischen Staat mit kommunistischer Prägung freudig begrüßen, und dessen totalitäre Ordnung trotzdem freiwillig akzeptieren, weil die Erfahrungen und das „Leben“ in der Krise wesentlich schlimmer waren. Das Ergebnis wäre eine vom Volk gewünschte und akzeptierte Diktatur im Gegensatz zur z.B. im Ostblock von Oben aufgesetzten und mit tagtäglicher Gewalt durchgesetzten Gesellschafts- bzw. Macht- Ordnung.

    Das wird jedoch nicht funktionieren.

    Die EU zeigt bereits heute schon ihre wahre Fratze, und mit der endgültigen Entlarvung ihres wahren Charakters MUSS sie Gewalt anwenden.

    In der Übersetzung “Die Geschichte der Politischen Korrektheit” kann man lesen:

    Kirk Russel hat einst geschrieben, eine der wichtigsten Einsichten der Konservativen sei, daß alle Ideologien falsch sind.

    Ideologen nehmen ein erdachtes System, ein Produkt von einem oder mehreren Philosophen, und behaupten „Dieses System muß wahr sein.“

    Unvermeidlicherweise widerlegt die Realität nun dieses System, gewöhnlich in einer wachsenden Anzahl von Punkten.
    Aber Ideologien, das liegt in ihrer Natur, passen sich nicht an die Realität an; denn wenn sie das täten, dann würden sie sich selbst abschaffen. Aus diesem Grund muß die Realität unterdrückt werden.

    Wenn Ideologen Macht haben, dann nutzen sie diese Macht, die Unterdrückung durchzuführen.
    Sie verbieten, daß über bestimmte Tatsachen geschrieben oder gesprochen wird.

    Das Ziel ist nicht nur, das Ausdrücken von Gedanken zu verbieten, die dem entgegenlauten, „was wahr sein muß“, sondern sogar das Denken solcher Gedanken.

    Am Ende stehen unausweichlich Konzentrationslager, Gulags und Gräber.

    Das kann man auch so beschreiben:

    Die EU ersann sich ein System, und behauptete gegenüber den Völkern „Dieses System garantiert Frieden und Wohlstand in Europa!“

    Unvermeidlicherweise widerlegt die Realität nun dieses System, gewöhnlich in einer wachsenden Anzahl von Punkten.

    Aber die EU passt sich nicht an die Realität an; denn wenn sie das täte, dann würde sie sich selbst abschaffen müssen. Aus diesem Grund muß die Realität unterdrückt werden.

    Da die EU Macht hat, nutzt sie diese Macht, die Unterdrückung durchzuführen.
    Sie verbietet, daß über bestimmte Tatsachen geschrieben oder gesprochen wird.

    Das Ziel ist nicht nur, das Ausdrücken von Gedanken zu verbieten, die dem entgegenlauten, „was wahr sein muß“, sondern sogar das Denken solcher Gedanken.

    Am Ende stehen unausweichlich Gulags, von gewaltbereiten Türken, Arabern und von sonstigem arbeitsscheuen Raubgesindel aus dem Ausland ermordete Europäer. Leid und Elend!

    Die europäischen Völker werden nicht untergehen. Sie werden im Gegenteil gestärkt aus der Sache hervorgehen.

    Wichtig ist, zu welchem Eskalationszeitpunkt das Macht- und Menschen- Experiment EU gestoppt werden kann.

    Im Zuge dieser Geschehnisse werden geschichtliche Wahrheiten und Unwahrheiten unweigerlich ans Tageslicht kommen. Und dies wird die dann entstehende Nachkriegsordnung sicherlich mit prägen. Dahingehend, dass Deutschland DER Hegemon in Europa werden wird. Zum Glück für den Kontinent!

    Deutschlands Beruf (1861)
    Solls denn ewig von Gewittern
    am umwölkten Himmel brau’n,
    soll denn stets der Boden zittern,
    drauf wir unsre Hütten bau’n,
    oder wollt ihr mit den Waffen
    endlich Rast und Frieden schaffen?

    Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen
    um ihr leicht erschüttert Glück,
    täglich bebe vor dem Morgen,
    gebt ihr ihren Kern zurück!
    Macht Europas Herz gesunden,
    und das Heil ist euch gefunden.

    Einen Hort geht aufzurichten,
    einen Hort im deutschen Land!
    Sucht zum Lenken und zum Schlichten
    eine schwerterprobte Hand,
    die den güldnen Apfel halte
    und des Reichs in Treuen walte.

    Sein gefürstet’ Banner trage
    jeder Stamm, wie er’s erkor,
    aber über alles rage
    stolz entfaltet eins empor:
    Hoch, im Schmuck der Eichenreiser,
    wall’ es vor dem deutschen Kaiser!

    Wenn die heil’ge Krone wieder
    einen hohen Scheitel schmückt,
    aus dem Haupt durch alle Glieder
    stark ein ein’ger Wille zückt:
    wird im Völkerrat vor allen
    deutscher Spruch aufs neu erschallen.

    Dann nicht mehr zum Weltgesetze
    wird die Laun’ am Seinestrom,
    dann vergeblich seine Netze
    wirft der Fischer aus in Rom,
    länger nicht mit seinen Horden
    schreckt uns der Koloß im Norden.

    Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
    klarer Geist und scharfer Hieb
    zügeln dann aus starker Mitte
    jeder Selbstsucht wilden Trieb,
    und es mag am deutschen Wesen
    einmal noch die Welt genesen!

    Franz Emanuel August Geibel
    (17.10.1815 – 06.04.1884)

    Kommentar von Barbarossa — 8. August 2012 @ 21:23

  9. @Manfred

    Die Frage nach der Wirkung der verschiedenen Medien und wie wir sie gebrauchen müssen, ist sehr wichtig. Ich versuche, mich ihrer Bedeutung durch historische Beispiele anzunähern.

    Dem Klischee nach haben die „Philosophen“ (Voltaire, Rousseau, Helvetius etc.) im 18. Jahrhundert die Grundlage für die frz. Revolution geschaffen. Inzwischen wissen wir ja, dass diese „Revolution“ nicht der spontane, selbstgelenkte Ausdruck des Veränderungswillens der Massen war, sondern dass sie von maßgeblichen Protagonisten durchgeführt und dabei aus dem Hintergrund orchestriert wurde.

    Aus der breiten Masse hat Rousseau doch niemand gekannt. Rousseau selbst als Person war vollkommen einflusslos, hatte nie persönliche Macht. Wirkmächtig wurde er dann durch Robespierre, einen Fanatiker, der sich auf ihn berief. Dieser war ein begnadeter Redner, der die Macht durch sein Auftreten in den entsprechenden Versammlungen (Wohlfahrtsausschuss, Jakobinerklub) an sich riss.

    Der Buchdruck war deswegen so bedeutend, weil vorher überhaupt kein Informationsfluss bestand. Robespierre hätte ohne Buchdruck überhaupt nichts von den Ideen Rousseaus erfahren und wäre dann vielleicht nicht zu den Ansichten gekommen, die er vertrat.

    Welche Einzelperson war in der Geschichte am erfolgreichsten beim Umkrempeln eines bestehenden Systems? Der Leibhaftige, AH. Er vertrat die Ansicht, dass politische Macht in der Moderne nur durch das gesprochene Wort errungen werden kann, und tatsächlich kommt seinen Reden (zunächst nur in Versammlungsräumen, dann mit Radioübertragung) doch eine grundlegende Bedeutung zu.

    Auch in der BRD wird niemand Bundeskanzler, der nicht ausreichend gut reden kann und davon ausreichend Gebrauch macht. Die Politiker treten zwar fleißig in Festzelten auf, aber entscheidend ist dann, dass das durch die Medien weitergegeben wird (damals Radio, heute Fernsehen), oft eben auch nur in konzentrierter Form (Bundeskanzler X sagte… und dann ein kurzer Mitschnitt vom Podium).

    Das Fernsehen ist doch die perfekte Manipulationsmaschine. Ideal wäre es natürlich, für unsere Verderber, wenn es nur einen Kanal gäbe. Immerhin gibt es aber Formate wie die „Tagesschau“, die in ihrem Bereich die höchsten Einschaltquoten haben (und außerdem sind „die Medien“ ja gleichgeschaltet). Nach wie vor wird hier die „Realität“ maßgeblich mitgestaltet. Millionen sitzen vor der Flimmerkiste und nehmen alles unkritisch in sich auf. Die anderen Millionen, die im Internet surfen, verteilen sich auf die unterschiedlichsten Seiten (wobei auch viele unkritisch Quatsch aufnehmen).

    Wir hier im Internet können also bestenfalls die Rolle der „Philosophen“ spielen und hoffen, dass wir zur Hervorbringung eines eigenen „Robespierre“ beitragen (natürlich wünsche ich mir eine in unserem Sinne positive Persönlichkeit und nicht einen wirklichen Robespierre). Dies ist natürlich eine wichtige Rolle und sie kann auch viel in Bewegung bringen.

    Du, Manfred, liegst übrigens genau richtig, da Du ja selbst dem gesprochenen Wort Gewicht beimisst und öffentlich auftrittst.

    Letztendlich kommt natürlich alle Macht aus dem Gewehrlauf bzw. aus der Geldbörse, die ihn kaufen und ihren eigenen Robespierre + Konsorten sponsern kann.

    Kommentar von sternbald — 9. August 2012 @ 12:31

  10. An Sternbald.

    Man kann das Geschehen auf der Welt als ein Spiel mit unterschiedlichen Mitspielern betrachten, bei denen jede Mitspielergruppe mit denjenigen Werkzeugen oder Waffen arbeitet, die sie hat und mit denen sie etwas bewirken kann.

    So ähnlich wie beim Schiffequartett aus meiner Kinderzeit: Das eine Schiff hat mehr Wasserverdrängung, das andere ist schneller, das dritte hat den stärksten Antrieb.
    Und das langsamste und kleinste ist das älteste und mit dem Baujahr schlägt es alle anderen.
    Man greift beim Schiffequartett immer mit seiner stärksten Eigenschaft an.

    So auch beim Weltspiel: Die eine Mitspielergruppe hat unbegrenzt Geld zur Verfügung und sie hat damit in der ganzen weißen Welt Massenmedien und Regierungen und Nachwuchspolitiker gekauft, und damit hat sie eine sehr starke Waffe.

    Was sind unsere starken Werkzeuge und Waffen?
    1. Die Vielheit. Die Gegengruppe ist winzig klein, wir aber sind sehr viele.
    2. Die Schönheit. Nicht zu vergessen ist unsere körperliche Schönheit als weiße Rasse. Zum Beispiel Nadja Drygalla als typische Vertreterin, keine Fernsehschönheit, aber gerade deshalb sehr schön. Das hat die Gegenseite auch ansatzweise nicht zu bieten und das kann man auch ruhig aussprechen.
    3. Die Wahrheit. Die Gegenseite vertritt die Lüge und ihr Sieg würde immerwährende Nacht und Trauer über die Welt bringen, aber wir bringen die Wahrheit und das normale und gesunde Leben.
    4. Die Einfachheit. Unsere Aussagen sind einfach, wahr und klar und unmittelbar einsichtig.

    ***

    Seit einiger Zeit habe ich meine Gesprächsweise geändert.
    Ich will gar nicht den „Gutmenschen“ überzeugen. Im Gegenteil, es ist mir lieber, wenn dieser seine Meinung laut äußert. Und dann verbinde ich diese Aussage mit den tödlichen Folgen, welche sich daraus ergeben. Und als Schlußsatz bringe ich: „Ja, bleib nur bei deiner Meinung, das kannst du ruhig machen, aber im Ergebnis ist das Völkermord und ich jedenfalls will damit nichts zu tun haben.“ Der unbeteiligte Zuhörer kann dann für sich entscheiden, ob er einen Völkermord am eigenen Volk für gut findet oder nicht.

    ***

    Meine Darstellung hier ist eine Ergänzung zu deiner Darstellung über die unterschiedlichen Wege der Unterhaltung (Presse, Fernsehen, Rede, persönliches Gespräch).
    Es gibt keinen besten Weg. Aber wir sind viele, und wir müssen viele unterschiedliche Werkzeuge und Kampfmittel nutzen. Nämlich alle, zu denen wir irgendwie Zugang haben und die uns irgendwie nützlich sein können.

    ***

    Den Schwertasblog lese ich seit Februar 2012 und was ich hier schon an Überlegungen und Wissen und Ansporn und guter Laune mitgenommen habe, das ist sehr sehr viel. Derzeit fahre ich innerlich die Nummer, daß hier für mich vorgedacht und für mich Wissen gesammelt wird und daß ich in dieser Richtung gar nicht viel selbst machen muß, sondern daß ich es nur im täglichen Leben umsetzen und anwenden muß. Und das mache ich und das macht eine Riesenfreude. Deshalb ein Dankeschön an dich, an Osimandia und an die anderen Macher und Schreiber beim Schwertasblog.

    Kommentar von Karlfried — 9. August 2012 @ 15:30

  11. # sternbald

    Also ich zweifle noch immer an deiner Sicht der Dinge, soweit es die Macht des Fernsehens betrifft. Nicht, daß ich die klein- oder wegreden wollte. Aber wenn ich das mit meiner eigenen lebensgeschichtlichen Erfahrung vergleiche… – wie war denn z.B. der Aufstieg der Grünen?? Die Grünen sind nicht ‘durchs Fernsehen’ in die Parlamente und an die Macht gekommen, sondern dadurch, daß sich das Lebensgefühl erheblicher Teile der Nachwachsenden geändert hatte. Und die Änderung des Lebensgefühls fand eben ihren ersten Ausdruck in dem, was heute eben landläufig als 68er-Revolution bezeichnet wird.

    Von da ab bis ins Fernsehen hat es geraume Zeit gedauert. Die (positive) Fernsehpräsenz wuchs letztlich wohl erst mit dem generativen Eindringen von Generationsgenossen in mediale Machtpositionen (redaktionelle Entscheidungsmacht, Programmgestaltung!). Daß DANN auch die bekannten Einflußorganisationen ihr bekanntes Wirken – nach eigentlich immer demselben Schema – begannen, sollte nicht vergessen werden, d.h. DIE waren nicht die Impulsgeber: Der Kern war das veränderte Lebensgefühl. Ohne dieses hätte ein Herbert Marcus … hätte die gesamte Frankfurter Schule den ganzen Tag lang in einem eigens für sie eingerichteten Fernsehkanal predigen können ohne Unterlaß – es hätte einfach niemand zugeschaut, weil es keinen interessiert hätte.

    Damit bleibt für mich der Punkt: Gibt es ein verändertes Lebensgefühl unter den Nachwachsenden … oder nicht? Solange die im Grunde mehr oder weniger zufrieden sind mit den Verhältnissen wie sie sind und absehbar sein werden … wird sich auch im Großen nichts ändern. Da können wir hier schreiben ohne Unterlaß. Gibt es ein verändertes Lebensgefühl, dann gibt es auch eine Chance. Für uns. Dann kommt natürlich auch der Moment, wo weitestgehend nur literarischer Widerstand auch Gesichter bekommen muß – und es gibt ja durchaus einige Gesichter mittlerweile. Vor allen Dingen aber sollten wir, denke ich zumindest, nicht anfangen ‘nach dem Fernsehen zu schielen’! Blogs wie dieser haben ausschließlich die Aufgabe, das was sie als Wahrheit zu erkennen meinen zu artikulieren.

    Dann gibt es eine zweite Linie, die sich zu der ersten Linie – den ‘Urproduzenten’ sozusagen – quasi als ‘Sekundärproduzenten’ verhält; sie nehmen die Inhalte auf, beziehen sich auf sie, verarbeiten die dort erarbeiteten Thesen weiter und kommunizieren sie erneut. Das geschieht alles (noch) Internetintern – das Neue ist, daß sich der eigentliche ‘Konsument’ vor dem Bildschirm zu beiden Gruppen direkt in Verbindung setzen und auch sofort direkt mit Primär- und Sekundärproduzenten kommunizieren und wieder auf sie Einfluß nehmen kann.

    Das Fernsehen wird sicher nicht verschwinden (die Reden von der Kanzel sind ja auch nicht verschwunden) – aber es wird die orientierende Funktion, die es einmal inne hatte, mit Sicherheit verlieren. Wie alles was wir aus der Vergangenheit an ‘Massenorganisationen’ und ‘Massenorganisierendem’ kannten. Man schaue sich nur die Gewerkschaften an! In meiner Kindheit war praktisch jeden Abend der megafette Kluncker (ÖTV-Chef) in den Abendnachrichten – sozusagen ein Musterexemplar des zu kurz gekommenen, ewig ausgebeuteten Müllmanns oder Busfahrers; der war so fett, daß sie ihn immer nur durch Doppeltüren haben gehen lassen, wenn sie ihn aufgenommen haben.

    Oder die Leichenbittermiene von Heinz-Oskar Vetter … weiß gar nicht mehr was für ein Gewerkschaftsfuzzi der war … DGB-Vorsitzender glaub ich … – jedenfalls: Wo sind die heute? D.h. wo ist deren Medienpräsenz?? Weg. Und warum? Weil Gewerkschaften schlicht nichts mehr zu sagen haben, was noch irgendjemanden interessieren könnte und noch irgendeine Relevanz bezüglich der Wirklichkeit im Land hätte. Insofern glaube ich nicht, daß man wirklich Macht hat, wenn man Marietta Slomka einen Text zum Vorlesen hinlegen kann. Macht hat man, denke ich, wenn man für andere Orientierungsfiguren zur Orientierung wird! Und da ist dieser Blog hier beispielsweise wohl gar nicht so schlecht aufgestellt.

    Kommentar von Sir Toby — 9. August 2012 @ 16:20

  12. Ach, grade noch eingefallen … – gibts/gäbs eigentlich ‘ne Möglichkeit mal irgend so eine Tabelle zu gestalten, wo beispielsweise jeder Leser/Kommentator sein Lebensalter eintragen könnte – freiwillig. Damit man mal einen ansatzweisen Eindruck bekäme, wen der Blog altersmäßig so anspricht? Das wäre natürlich unsicher und nicht unbedingt verläßlich, aber man – oder auch nur die Admins, die es dann ja weitersagen können – könnte vielleicht doch so eine Art grobe Orientierung gewinnen, wer zu uns resonant ist … altersmäßig. Ich gehe davon aus, daß sich hier wohl kaum Jugendliche aufhalten … die dürften eher über PI einsteigen (vermute ich zumindest), aber so zur Orientierung wäre es vielleicht nicht schlecht sowas mal zu wissen…

    Kommentar von Sir Toby — 9. August 2012 @ 16:25

  13. link funzt nicht. neu:

    http://in-kuerze.de/veroeffentlichungen/64-die-geschichte-der-politischen-korrektheit

    Kommentar von Barbarossa — 9. August 2012 @ 16:58

  14. @Karlfried

    Du schreibst: „Man kann das Geschehen auf der Welt als ein Spiel mit unterschiedlichen Mitspielern betrachten, bei denen jede Mitspielergruppe mit denjenigen Werkzeugen oder Waffen arbeitet, die sie hat und mit denen sie etwas bewirken kann.“

    Ein Weg zu einer Besserung der Verhältnisse ist wahrheitsgemäße Information, die gerade auf dieser Seite Wertschätzung erfährt.

    Wie wäre es, bei der alternativen Enzyklopädie METAPEDIA (www.de.metapedia.org) sein eigenes Wissen und einen Einsatz beizusteuern (und die volksfeindliche Wikipedia links liegen zu lassen)?

    Die METAPEDIA kann schon jetzt wertvolle Dienste leisten und ist auch eine Empfehlung für die Blogroll von AdS.

    Kommentar von Domingo — 10. August 2012 @ 01:31

  15. Der Link zu Metapedia funktioniert nicht oder ist er gesperrt? Bei Google werden bei der Suche nach Metapedia nur Web-Seiten angezeigt, die kritisch gegenüber Metapedia sind, und 88 Treffer werden gem. Google aus rechtlichen Gründen nicht angezeigt. Man sieht die Vertreter unserer “freiheitlich demokratischen Grundordnung” sind wieder eifrig dabei zu zensieren. Man könnte ja auf “falsche” Gedanken kommen.

    Kommentar von mike — 10. August 2012 @ 12:21

  16. Bei mir funktioniert der link bzw. das Lesezeichen zu Metapedia.

    Kommentar von Richard — 10. August 2012 @ 13:32

  17. @Domingo

    Auf Metapedia verweise ich in meinen Artikeln immer gerne. Die Seite wurde soeben in unsere Blogroll aufgenommen. Dies hier ist die Adresse, die bei mir funktioniert.

    Kommentar von sternbald — 10. August 2012 @ 19:48

  18. mike,

    nimm:

    https://www.startpage.com/

    wenn du vernünftige google Ergebnisse haben willst. Oder https://metager2.de

    Wenn du auf google verzichten kannst, nimm:

    https://duckduckgo.com

    oder:

    https://www.ixquick.com/deu/

    Kommentar von reinigungskraft — 10. August 2012 @ 19:57

  19. http://www.mupinfo.de/?p=20945

    Die Anklage wirft dem NPD-Fraktionsvorsitzenden vor in einer Landtagssitzung im Januar 2010, eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft herabgewürdigt und den Holocaust indirekt geleugnet zu haben.

    Die Staatsanwaltschaft möchte nicht auf den genauen Wortlaut sondern auf den Zusammenhang abstellen, in der „Hetzrede“ werde „eindeutig“ indirekt der Holocaust geleugnet. Dies erfülle dann zugleich die Anforderungen an eine „verleumderische Beleidigung“, die von der Indemnität ausgenommen ist, die verhindert, daß Abgeordnete für das gesprochene Wort im Parlament strafrechtlich belangt werden können.

    Allein dass die Anklage zugelassen wurde, ist schon eine Demütigung für einen angeblichen Rechtsstaat in dem “alle gleich sind”. Eine “indirekte” Relativierung (“Leugnung” hat in diesem Zusammenhang eine andere Bedeutung als sonst in der deutschen Sprache) des “Holocausts”, falls diese Vorliegen würde, ist gleichzeitig eine “verleumderische Beleidigung”, die ein Verurteilung eines Abgeordneten rechtfertigt. Das gilt also unabhängig von dem Ausgang des Verfahrens.

    Und ja, in Deutschland laufen ausländische Gewaltverbrecher und Vergewaltiger frei herum, weil “die Gerichte zu viel zu tun haben”.

    Kommentar von reinigungskraft — 10. August 2012 @ 20:12

  20. @Mike http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite sollte gehen. Und zum googeln empfehle ich google.lu statt google.de

    Kommentar von Wotanson — 10. August 2012 @ 20:20

  21. http://www.google.at/ bringt erfahrungsgemäß auch manchmal Sachen, die google.de nicht zeigt.

    Kommentar von Deep Roots — 10. August 2012 @ 20:28

  22. Und ja, in Deutschland laufen ausländische Gewaltverbrecher und Vergewaltiger frei herum, weil “die Gerichte zu viel zu tun haben”.

    Man muß eben Prioritäten zu setzen wissen! :lol:

    Kommentar von Sir Toby — 10. August 2012 @ 21:57

  23. Der Link “http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite” funktioniert auch bei mir. (Provider: Kabel Deutschland)

    Man sollte sich bei Google klar sein, dass jede Abfrage einschliesslich IP-Adresse in einer Datenbank abgespeichert wird, und nie etwas gelöscht wird. Das heisst auch nach 20 Jahren können die kommen, ja der hat sich damals eine rechtsradikale Web-Seite angeschaut. Man muss sich auch klar sein, wem Google gehört und wer seine Betreiber sind.

    Einige Poster haben da einige Alternativen aufgezeigt. Ich werde sie ausprobieren. Auch http://www.yahoo.com ( nicht .de) scheint realtiv wertungsfrei seine Suchergebnisse aufzuzeigen.

    Kommentar von mike — 10. August 2012 @ 22:50

  24. startpage.com hat zuzätzlich noch eine Proxyfunktion: Die Suchmaschine selbst speichert ja keine IPs. So kann man aber zusätzlich einen ersten Blick auf Suchergebnisse werfen, ohne dass die entsprechenden Seiten die eigene IP erfahren. Ich komme sehr gut mit startpage aus.

    Kommentar von sternbald — 11. August 2012 @ 04:13

  25. Guten Morgen.

    @Mike
    “Man sollte sich bei Google klar sein, dass jede Abfrage einschliesslich IP-Adresse in einer Datenbank abgespeichert wird, und nie etwas gelöscht wird. Das heisst auch nach 20 Jahren können die kommen, ja der hat sich damals eine rechtsradikale Web-Seite angeschaut.”

    JEIN!

    Was das Abspeichern betrifft sollte inzw. jeder wissen das Google ‘ne “Datenkrake” ist.

    Aber in D sind wir z.Zt. noch in der ‘glücklichen’ Lage, dass die IPs eigtl. “dynamisch” nicht “statisch” sind. D.h.: Viele Provider setzen z.T. die Verbindung ca. 1x täglich zurück oder die “User” machen des Öfteren manuell einen Neustart bzw.”Reconnect” des Modems. Und daraus resultiert idR ‘ne neue IP aus der man, wenn man Sie oft wechselt, nach einiger Zeit ( nur noch auf den ungefähren Ursprung (Berlin, Raum-Köln, Uckermark, Niederrhein etc.) schließen kann.

    Wenn man wie Du(Kabeldeutschland) oder Ich(Unitymedia) nicht ans Telefon- sondern ans Kabelnetz angebunden ist wirds schon komplizierter! Denn nach einem einfachen Neustart(Reconnect) des Modems erhält man leider meist die selbe IP.

    FÜr die schnelle IP-Vertuschung bieten sich viele VPN/Proxy-Dienste an!(einfach mal googeln bzw. https://startpage.com/, https://ixquick.com usw.nutzen) es gibt viele Gratisangebote(z.B.: https://www.torproject.org/).Aber immer im Hinterkopf behalten dass Fremde dir eine Art Tunnel zur Verfügung stellen, durch den Du in die Freiheit kommst. Diese könnten Dir aber jeder Zeit über die Schulter schauen und nachvollziehen was Du tust. Also bloß kein Onlinebanking etc. machen wenn Du gerade VPNs oder Proxies nutzt!)

    Wenn man trotz des Kabelnetzes öfters an eine wirklich neue IP kommen möchte sollte man das Modem immer wenn man das Haus für ein paar Std. verlässt oder schlafen geht ausschalten(Stecker aus der Steckdose ziehen). Das geht jedenfalls bei Unitymedia.

    Desweiteren sollte man Browserplugins wie “Do Not Track Plus”(hindert Seiten wie z.B. WordPress :) daran bestimmte Daten auf/von deinem Rechner zu speichern/erheben) und/oder Programme wie “ccleaner”(löscht bei jedem Neustart des Systems alles “Überflüssige” u.A. “Cookies” die Dir bei einer Googlesuche, irgendwann schonmal gesichtete Seiten in Lila statt blau anzeigen) installiert haben.

    Solange man jetzt nicht dauerhaft mit seinem GMail-Account eingeloggt ist (das sollte man übrigens NIEMALS auf dauer sein!), kann google auch nicht mehr nachvollziehen WER, WANN, WAS gesucht hat, sondern höchstens WAS & WANN da die dazugehöhrige IP enzweder verfallen ist oder bereits ‘nem anderen gehört!

    Kommentar von Wotanson — 11. August 2012 @ 05:29

  26. Guten Morgen AdS.
    Hatte grade eine Antwort auf mike’s Google-bedenken hier hinterlassen. Die scheint aufgrund der Länge im Spamfilter zu hängen. Ich denke dass er auch Andere interessiersn könnte und hoffe Ihr holt Ihn aus dem Filter!

    Kommentar von Wotanson — 11. August 2012 @ 05:35

  27. Meine Rechtschreibung lässt zwar immer irgendwas zu wünschen übrig, aber von ‘der Antwort’ später als ‘Ihm’ zu sprechen ist selbst mir irgw. peinlich. Hatte wohl Antwort und Kommentar durcheinander gebracht. Ausrede: Der Kaffee hatte noch keine Wirkung gezeigt…

    Kommentar von Wotanson — 11. August 2012 @ 06:10

  28. Soeben geschehen. Danke für die Hinweise an alle Leser; solches Wissen ist wichtig.

    Kommentar von sternbald — 11. August 2012 @ 14:42

  29. wotanson, mein Kommentar Nr. 8 soll gleichzeitig die in der Taverne versprochene Antwort sein. Mir ist bewusst, dass mein Optimismus nicht von allen geteilt wird. Deswegen hier ein kleiner Text, den ich vor Jahren schon irgendwo kopiert habe. Im Grunde beziehen sich die “Drohungen” nicht nur auf Onur, sondern auch auf die politische Kaste:

    „Irgendwann, spätestens bei der nächsten Wirtschaftskrise, die spätestens dann die Haushalte der westeuropäischen Nationalstaaten überfordern wird, knallt es.

    Onur wird dann feststellen, dass wahre Macht nicht auf einer Alphajacke und einem Springmesser beruht. Jungs wie er leben in ihrem Viertel wie unter einer Käseglocke.

    Eine vage Vorstellung davon, was passieren wird, wenn die deutsche Mittelschicht sich genötigt fühlt, einen Teil ihrer Aufmerksamkeit und Energie darauf zu verwenden, Typen wie ihm seinen Verrat an der deutschen Gastfreundschaft heimzuzahlen, hat Onur bestimmt nicht.

    Die Kulturbereicherer sollten sich mal vor die geöffnete Motorhaube eines ihrer heißgeliebten 3er BMWs stellen und darüber nachdenken, was passiert, wenn dieselben Leute, die dieses Auto konstruiert und gebaut haben, sie mit allen Mitteln aus Deutschland rausschmeissen wollen!

    Vielleicht reicht die geistige Sprungkraft, trotz 20 Cousinen in der Ahnenreihe, noch aus, zumindest ein mulmiges Gefühl zu bekommen.“

    Kommentar von Barbarossa — 11. August 2012 @ 14:48

  30. Vielleicht reicht die geistige Sprungkraft, trotz 20 Cousinen in der Ahnenreihe, noch aus, zumindest ein mulmiges Gefühl zu bekommen.“

    Nein.

    Kommentar von Sir Toby — 11. August 2012 @ 19:36

  31. @Barbarossa

    “…Eine vage Vorstellung davon, was passieren wird, wenn die deutsche Mittelschicht sich genötigt fühlt, einen Teil ihrer Aufmerksamkeit und Energie darauf zu verwenden, Typen wie ihm seinen Verrat an der deutschen Gastfreundschaft heimzuzahlen, hat Onur bestimmt nicht…”

    Glaubst Du wirklich die deutsche Mittelschicht hat die Kraft, Energie und Entschlossenheit gegen Onur vorzugehen? Diese vollgefressenen Hedonisten? Die Meisten ahnen wohl, dass ein schlimmes Ende kommen wird. Aber alle hoffen doch, dass dies erst passiert, wenn sie im Grab liegen.Kinder haben sie eh keine, um die sich Sorgen machen müssten.

    Sogar wenn eine extreme Krise zu einem Umdenken führen würde. Wenn ungeahnte Kräfte plötzlich freigesetzt würden. Glaubst Du wirklich, dass die Weltmeister in Sachen Demokratie und Menschenrechte sprich USA das zulassen würden? Es sind immer noch ca. 70.000 GIs plus Briten hier stationiert.

    Kommentar von mike — 11. August 2012 @ 22:05

  32. Es käme auf den Versuch an.
    Und nein, die deutsche MIttelschicht ist nicht dämlich, die sieht schon ziemlich klar. Sicher gibt es die vollgefressenen Herren “Ohnemichel”, nur das ist der Bodensatz, auf den es nicht ankommt, nie ankam.
    Nur, die Menschen haben, nach dem das Schiff keinen Anker mehr hat, noch keine Stelle gefunden, wo sie wieder festmachen können. Aber das wird kommen.
    Den “Eliten” ist klar, was dann auf sie zu kommt, tun sie doch alles dafür, das Volk zu knebeln, warum wohl sonst feiern die ach so mutigen “Naziverfolger” allenthalben so fröhliche Urständ, spriessen aus jeder Ecke?

    Hat den mutigen “Naziverfolger” schon mal jemand gesagt, dass sie 70 Jahre zu spät sind, um erfolgreich zu sein, die dummen Ochsen, lassen sich vor einen Karren spannen, dem die schon lange Räder fehlen.

    Kommentar von submarine — 11. August 2012 @ 23:36

  33. Glaubst Du wirklich die deutsche Mittelschicht hat die Kraft, Energie und Entschlossenheit gegen Onur vorzugehen? Diese vollgefressenen Hedonisten?

    El Inges schreibt zu diesem Thema:

    Die Ungleichheit hinsichtlich der Gewaltabstumpfung von Moslems und Nichtmoslems ist bereits erwähnt worden.

    Jedoch gibt es eine zusätzliche Konsequenz, die hier zum Schluß erwähnt werden sollte. Ich würde da gerne berichtigt werden, aber ich habe über die Jahre aus verschiedenen Quellen den Eindruck gewonnen, daß genau Leute, die in Gewalt gestürzt werden, ohne in irgendeiner Form zu ihrer psychologischen Bewältigung konditioniert worden zu sein, am wahrscheilichsten Greueltaten begehen (abgesehen von jenen, die bereits ideologisch darauf eingestellt sind.

    Wenn in europäischen Ländern tatsächlich Gewalt zwischen Einheimischen und Moslems ausbricht, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß Leute, die nie zuvor etwas Gewaltsameres getan haben als Eier aufzuschlagen, den psychologischen Übergang zur kontrollierten Gewalt nicht schaffen werden und anfangen werden, alles zu töten, das entfernt nach Moslem aussieht.

    Unsere unausgesprochene Überzeugung, daß wir im Europa des 21. Jahrhunderts über solche Wildheit hinausgewachsen seien, wird sich als eine Arroganz herausstellen, begründet auf einigen wenigen Jahrzehnten zerbrechlichen Friedens und Wohlstands, die wir für selbstverständlich gehalten und ohne irgendeinen Grund durch unsere Finger rieseln lassen haben.

    Kommentar von Barbarossa — 12. August 2012 @ 00:38

  34. link: http://schwertasblog.wordpress.com/2009/08/10/kapitulation-genozid-oder-was/

    Kommentar von Barbarossa — 12. August 2012 @ 00:39

  35. link nochmal: http://schwertasblog.wordpress.com/2009/08/10/kapitulation-genozid-oder-was/

    Kommentar von Barbarossa — 12. August 2012 @ 00:55

  36. Eine Anmerkung zum “vollgefressenen Michel”:

    Die typische Wohlstandskritik ist viel zu verallgemeinernd. In Wirklichkeit ist Folgendes das Problem: Der Durchschnittsmensch ist ein Gemeinschaftswesen, ein “zoon politicon”. Das heißt aber nicht, dass jeder Mensch dazu in der Lage ist, selbst als Politiker tätigt zu werden bzw. eigenständig dafür zu sorgen, dass in seinem Leben und in seinem Umfeld wirklich alles stimmt. Es heißt, dass die meisten Menschen nur dann ein gutes, gesundes und glückliches Leben führen können, wenn sie in einer gesunden Gemeinschaft leben, die auch so etwas wie eine moralische und metaphysische Stütze bietet. In solch einem Kontext ist Wohlstand gar kein Problem. In einer Gesellschaft, in der die Medien die ganze Zeit nur Egoismus, Ficken, Saufen und Fressen predigen, wird Wohlstand aber pervertiert. Ich glaube, so einfach ist das. Alle Menschen, deren Geistigkeit und Willenskraft über das durchschnittliche Maß hinausgeht, haben auch heutzutage kein Problem, diszipliniert, anständig und hilfsbereit zu sein, obwohl es ihnen materiell gut geht.

    Es nützt also nichts, über den vollgefressenen Michel zu schimpfen. Deutsche, die in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen, müssen die Rahmenbedingungen schaffen bzw. wiederherstellen, die der Michel braucht.

    Kommentar von sternbald — 17. August 2012 @ 15:29

  37. Zur Mediendiskussion (Fernsehen versus Internet) möchte ich auf diesen Kommentar von Osimandia in der Taverne verweisen:

    Zu der von Dir, submarine, verlintken Maischberger-Sendung habe ich bei PI einen Kommentar gelesen, der (sinngemäß) und fassungslos fragte, warum ausgerechnet eine türkische Frau (Necla Kelek) die einzige war, die sich gegen das scheußliche Ritual aussprach.

    Wenn ich dort noch geduldet würde, hätte ich geantwortet: “Weil vorsätzlich eine türkische Frau für die Position eingeladen wurde, die den meisten Zuschauern vom Gefühl her entspricht.”

    So leicht ist Propaganda!

    Der wenig nachdenkliche Zuschauer (wie dieser Kommentator) schließt jetzt daraus, dass deutsche Männer blöde Weicheier sind, die sich gegen so etwas nicht verwehren, deutsche Frauen auch nichts gegen Kinderquälerei haben, und dass man Migrantinnen braucht, um vernünftige Positionen zu vertreten.

    Das läuft ganz oft so! Und der Effekt:

    “Ach, was sind wir doch für ein minderwertiges Volk. Keiner kriegt das Maul auf, keiner hat das Rückgrat, unsere Tradition zu verteidigen. Ein Glück, dass wir mutige Muslimas im Land haben.”

    Das erreicht man ganz einfach dadurch, dass man die richtigen Personen einlädt und dass man Necla Kelek, Hendryk Broder und ähnlichen Personen eine Plattform für Islamkritik gibt, während man Otto Normal keine gibt. Und dann wird Otto Normal vorgeworfen, er sei feige und kriege das Maul nicht auf, während man Ausländerinnen und Juden brauche, um das Dummvolk zu belehren.

    Und zu allem Elend glaubt Otto Normal das auch noch selber! Was nicht im Fernsäh ist, gibt es nicht.

    [...]

    Kommentar von sternbald — 17. August 2012 @ 15:31

  38. “Alle Menschen, deren Geistigkeit und Willenskraft über das durchschnittliche Maß hinausgeht, haben auch heutzutage kein Problem, diszipliniert, anständig und hilfsbereit zu sein, obwohl es ihnen materiell gut geht.”

    Das denke ich auch, obwohl es nicht immer einfach ist. Aber mit dem Kinderkriegen ist das wohl so ähnlich. Es hängt hauptsächlich von einer inneren Einstellung ab. Die Türken die im Vergleich viele Kinder haben, verdienen wohl im Schnitt schlechter als der Durchschnittsdeutsche. Aber eben, Ficken ja, Kinder nein, wäre ja auch zu anstrengend und verantwortungsvoll.

    Kommentar von nino — 17. August 2012 @ 15:56

  39. [...] wie es Sternbald in seinem gleichnamigen Zweiteiler eindringlich nahegelegt hat. (Teil 1, Teil 2). Bezogen auf den Film sind wir weder in der Rolle des Kindes noch des Mannes, sondern – wenn [...]

    Pingback von Susannah und die Islamisten « Archiv des verbotenen Wissens — 10. Dezember 2012 @ 06:18

  40. Zum Artikel paßt auch diese Darstellung von F. Uhle-Wettler über den Einfluß der PC auf unser Geschichtsbild…

    http://www.christoph-heger.de/Franz_Uhle-Wettler_Einfluss_der_PC_auf_Geschichtsbild.htm

    Kommentar von Sir Toby — 9. September 2013 @ 19:49


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Theme: Rubric. Get a free blog at WordPress.com

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 156 Followern an