As der Schwerter

23. März 2014

Die eurasische Idee

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Alexander Dugin

Von Alexander Dugin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Eurasian Idea erschien am 8. November 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right (ursprüngliche Quelle: Ab Aeterno No. 1, November 2009).

Veränderungen in der ursprünglichen Bedeutung des Eurasianismus

Verschiedene Begriffe verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung durch ihren täglichen Gebrauch im Laufe vieler Jahre. Solch fundamentale Konzepte wie Sozialismus, Kapitalismus, Demokratie, Faschismus haben sich tiefgreifend verändert. Eigentlich sind sie banal geworden.

Die Begriffe „Eurasianismus“ und „Eurasien“ enthalten ebenfalls einige Ungewißheiten, weil sie neu sind, sie gehören zu einer neuen politischen Sprache und einem intellektuellen Kontext, der erst heute geschaffen wird. Die eurasische Idee widerspiegelt einen sehr dynamischen Prozeß. Ihre Bedeutung ist die ganze Geschichte hindurch klarer geworden, muß aber weiter entwickelt werden.

Eurasianismus als philosophischer Kampf

Die eurasische Idee repräsentiert eine fundamentale Revision der politischen, ideologischen, ethnischen und religiösen Geschichte der Menschheit, und sie bietet ein neues Klassifizierungssystem und Kategorien, die Standardklischees überwinden werden. Die eurasische Idee machte zwei Stadien durch – eine formative Periode des klassischen Eurasianismus am Beginn des 20. Jahrhunderts durch ausgewanderte russische Intellektuelle (Trubeckoy, Savickiy, Alexejew, Suvchinkiy, Iljin, Bromberg, Hara-Davan et al.), gefolgt von den historischen Arbeiten von Lew Gumilew und schließlich der Konstitution des Neo-Eurasianismus (zweite Hälfte der 1980er bis zur Gegenwart).

Hin zum Neo-Eurasianismus

Die klassische eurasische Theorie gehört zweifellos der Vergangenheit an und kann richtigerweise in den Rahmen der Ideologien des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden. Der klassische Eurasianismus mag vorüber sein, aber der Neo-Eurasianismus hat ihm eine zweite Geburt, einen neuen Sinn, einen neuen Maßstab und neue Bedeutung gegeben. Als die eurasische Idee sich aus ihrer Asche erhob, wurde sie weniger offensichtlich, hat aber seither ihr verborgenes Potential enthüllt. Durch den Neo-Eurasianismus hat die gesamte eurasische Idee eine neue Dimension erhalten. Heute können wir die große historische Periode des Neo-Eurasianismus nicht ignorieren und müssen versuchen, ihn im modernen Kontext zu begreifen. Des weiteren werden wir die verschiedenen Aspekte dieses Konzepts beschreiben.

Eurasianismus als globaler Trend; Globalisierung als Hauptteil der modernen Geschichte

Im breiten Sinn entsprechen die eurasische Idee und sogar das eurasische Konzept nicht strikt den geographischen Begrenzungen des eurasischen Kontinents. Die eurasische Idee ist eine Strategie in globalem Maßstab, die die Wirklichkeit der Globalisierung und der Beendigung der Nationalstaaten anerkennt, aber gleichzeitig ein anderes Szenario der Globalisierung anbietet, das keine unipolare Welt oder vereinigte globale Regierung mit sich bringt. Stattdessen bietet sie mehrere globale Zonen (Pole). Die eurasische Idee ist eine alternative oder multipolare Version der Globalisierung, aber die Globalisierung ist der gegenwärtig größte fundamentale Weltprozeß, der über den Hauptvektor der modernen Geschichte entscheidet.

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13. Januar 2014

LERNT ENGLISCH! (… oder verreckt halt)

goetter_in_weissUm es gleich zu Anfang klarzustellen: Die “Fachkräfte” auf dem nebenstehenden Bild haben nichts dergleichen verlangt, es ist vielmehr stark zu bezweifeln, dass sie überhaupt englisch können. Es war Guntram Schneider, der Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, und er hat es zugegebenermaßen auch mit etwas anderen Worten ausgedrückt:

Also, ich will Ihnen sagen, die Ärzte, die …äh… aus anderen Ländern zu uns kommen, sind durchgängig mehrsprachig.

Das Problem wäre schon gelöst, wenn mehr als bisher Patienten englisch könnten.

Wir können froh sein, dass wir unsere Delle bei der Ärzteversorgung schließen können mit Ärzten aus anderen Ländern, auch im übrigen aus Rumänien und Bulgarien. Da kommen sehr viele Ärzte her, die hier eigentlich dringend erforderlich sind, um unser Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Ich erwarte eigentlich, dass auch Rundfunkanstalten diesen Vorgang mal bewerten und darauf hinweisen.

Guntram Schneider - Bild geklauf bei Politcally Incorrect

Guntram Schneider – Bild geklaut bei Politcally Incorrect

Wer sich die versoffene Stimme des Individuums aus jener Gosse, die manche auch als “demokratische Parteien” bezeichnen, im O-Ton anhören will – auf dem Blog von Simon Pannock findet sich ein Tonbandmitschnitt. Simon Pannock ist freiberuflicher Hörfunkjournalist und er “bewertet diesen Vorgang” zwar etwas anders als es dem Herrn Minister vorschwebt, allerdings auch etwas anders als wir – deshalb nur ein indirekter Link zu seiner Seite.  Er schreibt:

Unter der Überschrift „Integration durch Ausbildung“ hat die Handwerkskammer Münster vor Weihnachten zum Dialog eingeladen. Mit dabei war auch der NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD). In seinem Vortrag verdeutlichte der Minister, dass die Deutsche Sprache (zumindest im Handwerk) nicht die höchste Priorität haben dürfte.
Auch Ärzte, die in Krankenhäusern beschäftigt seien, müssten nicht zwingend die deutsche Sprache beherrschen. Stattdessen fordert Guntram Schneider von den Patienten mehr Englischkenntnisse.

Damit ist er offenbar nicht einverstanden, weil er seiner Oma nicht zumuten möchte, englisch zu lernen, bevor sie zum Arzt geht, aber er findet

das Engagement ausländischer Ärzte in deutschen Krankenhäusern großartig

und hält es

für angebracht, zukünftig den Ärzten im Rahmen ihrer Tätigkeit Deutschkurse anzubieten. Diese könnten zentral über die Krankenhäuser angeboten werden.

Simon Pannock ist höchstwahrscheinlich ein netter, anständiger Kerl, und es ist ihm hoch anzurechnen, dass er diese Ungeheuerlichkeit festgehalten und veröffentlicht hat, aber das Ausmaß der Ungeheuerlichkeit verstanden hat er nicht.

Doch um ihn geht es hier nicht sondern um dieses typische Exemplar, das in den Parteien nach oben gespült wird und das von  “einer Delle bei der Ärzteversorgung” spricht. Meines Wissens gibt es schon seit Jahrzehnten einen Numerus clausus beim Medizinstudium, weil das Fach sonst zu überlaufen wäre. Dennoch sind die Hörsäle unerträglich überfüllt und zahllose junge Ärzte wandern aus.

Und als ob das nicht schon krank genug wäre, bringt er noch die unsäglich plumpe Unverschämtheit, ausgerechnet darauf hinzuweisen, dass insbesondere aus Rumänien und Bulgarien Ärzte kommen. Ich bezweifle gar nicht, dass es ein paar rumänische und bulgarische Ärzte in Deutschland gibt, aber da die EU-Freizügigkeit für diese beiden Länder erst ab 2014 gilt und europäische Ärzte nicht unbedingt illegal in fremde Länder eindringen, werden es nur sehr vereinzelte sein, die wahrscheinlich auch gut deutsch können. Natürlich hat dieses Individuum Rumänien und Bulgarien deshalb erwähnt, um zu suggerieren, wer gegen das Bleiberecht von Zigeunern sei, gefährde die “Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems”. Seit 1. Januar ist das allerdings ohnehin durch, ohne EU-Austritt ließe sich gegen die Zigeunerinvasion  nicht einmal dann mehr etwas machen, wenn die Verantwortlichen in den Kommunen  es wollten. Herr Schneider und Konsorten könnten sich also wenigstens ihre dummfrechen, durchsichtigen Täuschungsmanöver sparen. Aber selbst das ist offenbar zu viel verlangt.

Der Charaktermüll wird den Parteien nie ausgehen, aber so langsam keimt in mir der Verdacht, dass ihnen die Leute ausgehen, die wenigstens noch imstande sind, ihre hässliche Bösartigkeit mit halbwegs intelligenten Lügen zum Besten zu geben, und dass sie für politische Ämter wirklich nur noch auf minderwertigen Pöbel zurückgreifen können, weil jeder halbwegs kultivierte Mensch bei solchen Jobs dankend abwinkt.

You headache? You not eat swine and it be gone.

 What is “Herzstillstand”? Allah not me allow touch male person your father.  Calm down, I not understanding “Notfall”. You Arab speak? Kisuaheli?  Or maybe English?

Wenn es denn nun tatsächlich eine “Delle” bei der Ärzteversorgung geben sollte, warum sollte man dann auch auf die Idee kommen, den Fachbereich Medizin an den Universitäten zu erweitern und mehr Studenten zuzulassen, wenn man genausogut ein Studienfach “Zigeuner” …..äh …. Studienfach “Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und Migration” einrichten kann? Die AbsolventInnen kümmern sich dann um die zugewanderten rumänischen, bulgarischen, orientalischen und afrikanischen “Ärzte”, weil die Heerscharen von herkömmlichen steuerfinanzierten Diplomnichtsnutzen in Städten wie Dortmund und Duisburg ohne solche inländischen “Fachkräfte” mit der Betreuung von  ausländischen “Fachkräften” anscheinend überfordert sind.

Das leuchtet ein.

Der praktische Nutzen dabei ist, dass intelligente und normale junge Menschen – insbesondere Männer, wie es an der Universität Wien zum Beispiel zufällig ans Tageslicht kam - von den Universitäten ferngehalten werden, während  eingebildete Bratzen mit Abi-Leistungskurs “Tolerance and Diversity”, die schon ahnen, dass sie  zu blöd sind, den Psychrembel auswendigzulernen, und lieber “was mit Menschen” studieren wollen, mit akademischen Weihen versorgt werden. Naja, vielleicht sorgt das wenigstens für einen Rückgang der Vergewaltigungen unter unschuldigen Zufallsopfern … vorausgesetzt Personen, die so etwas studieren,  sind nicht selbst dazu  zu blöd (was man nicht mehr ausschließen kann) oder auch wahlweise zu lesbisch oder nicht schwul genug.

Da ein Studium mindestens vier bis fünf Jahre dauert und Soziobratzenstudiengänge gut und  gerne auch 15 Semester und länger, wird offenbar davon ausgegangen, dass auch noch um das Jahr 2020 Grund besteht, aus den friedensnobelpreistragenden EU-Staaten Rumänien und Bulgarien zu “fliehen”. Vor allem für Personen, die gleichzeitig Arzt, Zigeuner und englischsprachig sind versteht sich.

Speak you English?

Hirntumor??? What the fuck is…aah, brain tumor! No problem, no problem, dude. I specialist for Hirntumor, I has excellent diploma from University Timbuktu.

Dass ausländische Ärzte kein deutsch können und Krankenschwestern als Dolmetscherinnen fungieren müssen, scheint aber nach Aussage von Simon Pannock tatsächlich keine Seltenheit zu sein. Es wird dabei aber vermutlich weniger um Europäer gehen als  um Personen mit höchst zweifelhaften Universitätsabschlüssen aus Ländern, in denen es für Ärzte auf den Spuren von Albert Schweitzer, “unter erschwerten Bedingungen viel zu tun gibt” und in die wir deswegen Entwicklungshelfer schicken, damit diese Länder dann dringend benötigte Entwicklungshelfer und Ärzte zur Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems zu uns schicken können.

Und wie ich diese angstmachende, pseudobescheidene “Wir können froh sein…”-Bagage  hasse! Die Sorte ist mir noch um Längen mehr zuwider als die “Wir müssen denen helfen…”-Fraktion.  Als ob wir ein Volk Ugah-Ugah-brüllender Halbaffen wären, das ohne Entwicklungshilfe von “Migranten”  kläglich an Hunger und Seuchen verrecken würde und deshalb drauf angewiesen ist, die Rosinen aus anderen Ländern rauszupicken. Wenn das tatsächlich so wäre, dann müssten wir es eben drauf ankommen lassen. Punkt.  Ich habe  keine Angst davor, denn die Vorstellung, alleine zurecht kommen zu müssen,  schreckt nur Parasitenvölker, und wir sind keines!

Der nächste, der mir so einen Spruch  persönlich sagt (es wäre aber zugegebenermaßen auch der erste), möge mir  auf das hin, was ich dann tue,  gefälligst mit nichts anderem kommen als mit einem dankbaren:

Ich kann froh sein, dass ich meine Delle bei der Leitungswasserversorgung schließen konnte mit Spucke aus anderen Mündern.

28. Juni 2013

Der eschatologische Krieg

Das französische Original ist am 30. April 2013 unter dem Titel La Guerre eschatologique auf dem Blog Hervé Ryssen – L’esprit français erschienen. Bilder und Links stammen nicht aus dem Original sondern wurden beim Übersetzen eingefügt. Für ein  Zitat von Friedrich Nietzsche wurde bei der Übersetzung anstatt der französischen Kurzfassung die korrekte deutsche Fassung gewählt. Übersetzt von Osimandia.

LGE-premiere-copie-1Die Eschatologie ist die Lehre von der Endzeit. In den drei großen monotheistischen Religionen, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, gibt es den Glauben, dass die Welt, so wie wir sie kennen, von Gott erschaffen ist aber auch ihr Ende finden muss.

Naturkatatastrophen, Kriege und Schreckensereignisse aller Art, die stattfinden müssen, finden sich in jeder dieser großen Traditionen, so wie auch bei den alten Ariern und in der nordischen Mythologie. Aus dem Endkampf gegen die Mächte des Bösen – dem großen Krieg am Ende der Zeiten – wird eine erneuerte Welt geboren werden, in der die Ungläubigen und Häretiker ausgemerzt sein werden.

Die Geschichte hat jedoch einen Sinn: Den, welchen ihr die Menschen geben. Hier sieht man, dass die Trennlinie nicht so sehr zwischen den Anhängern einer linearen und denen einer zyklischen Sicht auf die Geschichte verläuft, sondern zwischen denen, die an einen irdischen Sieg glauben und in diesem Sinne aktiv werden, auf der einen Seite, und denen, die in Nostalgie nach einem vergangenen Goldenen Zeitalter oder in der vagen Hoffnung auf ein ewiges Paradies im Jenseits leben, auf der anderen Seite.

Das ist die Eschatologie, die verstehen hilft, warum in den Vereinigten Staaten Millionen von evangelikalen Christen glühendste Eiferer für den Staat Israel sind.

Das ist die Eschatologie, die verstehen hilft, warum die Moslems heute selbst ihre erbittertsten Feinde sind.

Das ist die Eschatologie, die den Triumph der globalistischen Ideologie, den langen Niedergang der katholischen Kirche und die moralische Krise, die den Westen durchdringt, verstehen hilft.

Interview mit Hervé Ryssen, erschienen in der Halbmonatszeitschrift Rivarol am 3. Mai 2013

Jérôme Bourbon: Guten Tag, Hervé Ryssen. Sie haben diese Woche Ihr neuntes Buch herausgebracht. Dieses Mal befassen Sie sich mit Eschatologie. Können Sie den Lesern von Rivarol zunächst erklären, was Eschatologie überhaupt ist?

Hervé Ryssen: Guten Tag, lieber Jérôme, und guten Tag allen Freunden von Rivarol, die ich immer mit großer Freude treffe. Die Eschatologie ist, um es kurz zu machen, die Lehre von der Endzeit. In den drei großen monotheistischen Religion, das heißt dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, gibt es den Glauben, dass die Welt, so wie wir sie kennen, eines Tages ihr Ende finden muss. In jeder dieser Traditionen – aber auch in der nordischen Mythologie – müssen Naturkatastrophen, Kriege und Schreckensereignisse aller Art stattfinden und dem Endkampf gegen die Mächte des Bösen, aus dem heraus eine erneuerte Welt geboren werden wird, vorausgehen. Man findet dieses Schema bei jeder dieser Religionen.

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20. März 2013

X und Y zur Wahlalternative 2013

800Ein Gastbeitrag von Thomas

und gleichzeitig  der 800. Artikel auf AdS

Die folgende Kommunikation entspricht in großen Teilen einer tatsächlich geführten Korrespondenz. Zum besseren Verständnis wurden einige Erweiterungen und Umformulierungen vorgenommen. Nach dem Dialog an sich noch ein abschließender Kommentar.


Werter X!

Heute erreichte mich eine Nachricht der Wahlalternative 2013, die ich zur Kenntnisnahme beifüge.

Mit besten Grüßen,
Y

Anhang:

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Gesendet: Donnerstag, 07. März 2013 um 11:20 Uhr Von: infos@wa2013.de

An: Y

Betreff: Die Alternative fuer Deutschland ist online!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer der Wahlalternative 2013,

die Alternative für Deutschland ist seit heute online! Sie erreichen die Webseite der Partei unter http://www.alternativefuer.de

Meine bloße Ankündigung einer eurokritischen Partei in der letzten Woche fand schnell ihren Weg an die Presse und hat uns einen fulminanten Start beschert. Nicht nur die inländische Presse, auch führende ausländische Medien haben über uns berichtet oder werden das tun. Dazu werden wir von emails geradezu überflutet und aus allen emails spricht eine große Zustimmung bis hin zum Enthusiasmus.

Bitte besuchen Sie die Webseite der Alternative für Deutschland. Sie können dort der Partei beitreten oder sich als parteiloser Förderer registrieren. Sie finden eine Seite mit unserem Wahlprogramm und (auf der Vorstandsseite) das Regelwerk der Partei.

Der jetzt amtierende Vorstand der Alternative für Deutschland ist als ein Gründungsvorstand zu verstehen. Alle Vorstandsmitglieder haben angekündigt, nur bis zum ersten Parteitag zu amtieren, auf dem der gesamte Vorstand neu gewählt und über das Wahlprogramm beschlossen werden wird. Dieser sog. Gründungsparteitag wird am 14. April in Berlin stattfinden. (Wir haben uns für Berlin als Tagungsort entschieden, weil wir dort das größte Medienecho erwarten. Wir haben uns für den Sonntag als Tag entschieden, damit für weiter entfernt wohnende Mitglieder die Anreise nicht an einem Werktag erfolgen muss.)

Alle Mitglieder sind herzlich zum Gründungsparteitag eingeladen! Einen geeigneten Saal müssen wir noch mieten, und dafür müssen wir möglichst verlässlich wissen, wieviele Teilnehmer wir erwarten können. Da jetzt das genaue Datum feststeht, möchte ich die Frage erneut stellen: Bitte senden Sie eine (leere) email an parteitagsbesuch@gmail.com, wenn Sie am Gründungsparteitag teilnehmen werden. (Senden Sie zwei leere emails, wenn Sie zu zweit teilnehmen möchten etc.). Herzlichen Dank!

Eine formelle Einladung mit genauer Angabe des Tagungsortes und der Tagesordnung wird allen Mitgliedern in der kommenden Woche zugehen.

Bitte werben Sie in Ihrem Bekanntenkreis für die Alternative für Deutschland und tragen Sie so zu unserem Erfolg bei! Flugblätter zum Selbstausdruck finden sich auf unserer Webseite.

Eine letzte Bemerkung: Heute abend bin ich um 22.15 Uhr im ZDF bei Maybrit Illner zu Gast.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bernd Lucke

PS: Wir haben in der Gründungsphase hohe Sachkosten, deshalb freuen wir uns sehr über großzügige Spenden. Falls Sie spenden wollen, überweisen Sie bitte auf das Konto Nr. 27115551 bei der Sparkasse Oberhessen, BLZ 51850079. (Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE16 5185 0079 0027 1155 51, BIC: HELADEF1FRI). Vielen Dank!



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13. März 2013

Viva Chávez!

Das englische Original von Kerry Bolton erschien am 8. März 2013 unter dem Titel Viva Chávez! auf Counter Currents Publishing. Übersetzt von Osimandia.

 

Hugo Chávez 28.07.1954 - 05.03.2013

Hugo Chávez 28.07.1954 – 05.03.2013

“Letzendlich wird sich eine verantwortungsbewusste Führerschaft für die störrische Masse von ungefähr 180 Millionen Lateinamerikanern herausbilden. Die Saat für eine Revolte gegen die jüdisch-amerikanische wirtschaftliche Beherrschung ist bereits gelegt. Kuba gibt Zeugnis davon”.Francis Parker Yockey, 1961.[1]

Die Geier sind über ein Jahrzehnt lang über Venezuela gekreist und haben auf eine Gelegenheit gewartet, eine Nation leerzufegen, die  ihre Souveränität unter der inspirierenden Führerschaft eines modernen Perón – Hugo Chávez – starrsinnig aufrecht erhalten hat. Für Pseudokonservative war Chávez einfach nur ein weiterer marxistischer Tyrann, eine Bezeichnung, die auf jeden angewandt wird, der auch nur im entferntesten der globalen US-Hegemonie kritisch gegenübersteht, sei es auf politischem, wirtschaftlichem, moralischem oder kulturellem Gebiet. Er war jedoch etwas anderes als einfach nur ein weiterer “Dritte-Welt-Diktator”; wie Perón hatte er sich einer Idee verschrieben, und während die durchaus als “links” bezeichnet werden könnte, war sie weit davon entfernt, marxistisch zu sein. Rechtsgerichtete politische Realisten wie Yockey, sein Kollege H. Keith Thompson und der Belgier Jean Thiriart hätten ohne weiteres Größe in Chávez gesehen, um die sich eine antiglobalistische Achse in Lateinamerika und weit darüber hinaus schmiedete.

In Yockeys letztem Essay, das er in Zusammenarbeit mit H. Keith Thompson verfasste, anerkennen sie die Bedeutsamkeit der “Bildung nationalistischer, neutralistischer Regimes” in der Dritten Welt, und hatten auch keinerlei Probleme damit, einige Dunkelhäutige als “brillante Staatsmänner” zu bezeichnen, zu denen sie auch Nkrumah von Ghana  zählten. “Diese Persönlichkeiten” so schrieben sie “verkörpern eine Idee, keiner davon ist auf Geld oder Ruhm aus. Sie führen ein einfaches Leben, arbeiten und leben für ihre Ideen. Ein solcher Mann in einer Führungsposition ist eine welthistorische Kraft.” [2] Kann irgendjemand ernsthaft bestreiten, dass wenn Yockey heute noch leben würde, er Chávez als etwas anderes als einen “brillanten Staatsmann” und eine “welthistorische Kraft” bezeichnet hätte, und er es sehr wohl Ceresole nachgetan hätte, der ins bolivarische Venezuela reiste, wie er auch ins Ägypten Nassers gereist ist?

Chávez, der den Rang eines Oberstleutnants innehatte, hatte 1992 an einem fehlgeschlagenen Putsch teilgenommen, wurde inhaftiert und dann 1994 begnadigt. Er nutzte diese Zeit dazu, seine politischen Ideen zu formulieren und sich mit Geschichte zu befassen. Die revolutionäre Bewegung Bolivars ist von radikalen Militäroffizieren geprägt worden. Wie der Name schon sagt, verehrten sie Simón Bolívar und nicht Karl Marx, und hatten eine weiterführende Vision für Lateinamerika. Obwohl die Oppositionsparteien sich gegen ihn vereinigten, gewann Chávez die Wahl zum Präsidenten im Jahr 1998 mit 56% der Stimmen.

Der Name des Staates wurde zu “Bolivarische Republik Venezuela” geändert. (more…)

15. Oktober 2012

Was auf dem Spiel steht

Von Deep Roots. (English translation here: What is at stake)

„Vielleicht ist das die Krankheit unserer Tage überhaupt: Nicht zu wissen, daß wir nicht allein sind, sondern nur ein Glied in einer Kette, die nicht nur weit in die Vergangenheit reicht, sondern gleichermaßen auch in die Zukunft.“
(„Acht der Schwerter“-Leserin Lepanto1 in einem Kommentar zu einem „Silvestertreffen“ am 31. Dezember 2008 auf „Acht der Schwerter“; dieser kleine Austausch treuer 8dS-Leser ist in meinem AdS-Silvesterbeitrag Zum Jahreswechsel: Was die Pummerin uns sagt wiedergegeben.)

Angeregt von Trainspotters Zähmung der Eliten habe ich diesen Beitrag verfaßt, der verdeutlichen soll, welch unfaßbares, unvorstellbar weit in die Zukunft reichendes Ausmaß die Konsequenzen des Verrats unserer Eliten im Falle ihres Erfolgs haben werden. Es geht bei weitem nicht nur um unsere eigene Zukunft oder die unserer heutigen Kinder und deren Kinder, sondern um viel, viel mehr.  Dazu muß ich etwas weiter ausholen:

Nach heutiger Erkenntnis erschienen die Cro-Magnon-Menschen, die ersten europäischen Vertreter des Homo sapiens, vor ungefähr 45.000 Jahren in Europa. Da sie zu der Zeit schon mindestens so weit entwickelt waren wie die Neandertaler, die es etwa 170.000 Jahre lang gegeben hat, müssen sie sich schon eine Weile zuvor anderswo in ähnlicher geographischer und genetischer Isolierung wie der Homo neanderthalensis entwickelt haben. Die mit einem Alter von 195.000 Jahren ältesten Fossilien des modernen Homo sapiens wurden in Omo Kibish in Äthiopien gefunden (National Geographic März 2006, „Der lange Marsch um die Erde“). Laut dieser Karte aus „bild der wissenschaft“ 5-2012 („Denisova-Mensch: Ein Phantom tritt aus dem Schatten“; Bildtext auch von dort) begannen diese anatomisch modernen Menschen sich spätestens vor 110.000 Jahren ins südliche, zentrale und nördliche Afrika sowie in den Nahen Osten auszubreiten.

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23. September 2012

Nationalphilosophie

Nationalphilosophie

Ein Aufsatz wider die Meinungsdiktatur

von Kairos

Dieser Aufsatz fasst einige der wichtigsten Gedanken zu unserem Kampf zusammen und versucht die verschiedenen Fäden aus (Meta-) Politik, Spiritualität und Philosophie zusammenzuführen. Dabei versteht er sich auch als Einführung in mein Denken und das der Wahren Rechten Deutschlands. Ich habe viele Links auf ältere Artikel von mir in den Text eingefügt, vielleicht regt auch die thematisch Liste meiner Aufsätze zum Weiterlesen an. Aber auch die Artikel der anderen “As der Schwerter” Autoren und unsere Übersetzungen bieten einigen Lesestoff. Ich selbst werde in Form dieses Artikels wieder einmal nur sehr kurz auftauchen, um direkt wieder abzutauchen und mich anderen Aufgaben zuzuwenden. Bleibt mir, Euch und Deutschland treu, liebe Kameraden!

Es ist Konsens in philosophischen Kreisen, dass Nationalismus und Philosophie sich ausschlössen. Nationalistische Ausrichtungen deutscher Philosophen (z.B. Fichte, Hegel) werden heruntergespielt oder als „dem Zeitgeist geschuldet“ gedeutet. Eine gegenwärtige deutschnationale Philosophie scheint undenkbar.

Ist Philosophie nicht eng verknüpft mit dem kantischen „Weltbürgertum“, der Toleranz gegenüber dem Fremden und vor allem mit der Rationalität, während Nationalismus irrational, intolerant und geistig beengend ist?

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20. Juni 2012

Finden Sie die Korrelation: Reichtum versus Einwanderung

Obere Kurve: Anteil des Nationaleinkommens, das an die 1 % Spitzenverdiener ging; untere Kurve: Anzahl (in Millionen) und Prozentanteil der Einwanderer in den Vereinigten Staaten von 1910 bzw. 1913 (nicht 1970, wie fälschlicherweise in der Titelzeile steht!) bis 2010.

Von Dennis Mangan, übersetzt von Deep Roots. Das Original Spot the Correlation: Wealth vs. Immigration erschien am 16. Juni 2012 auf Mangan’s Adventures in Reaction.

Ein Kommentator brachte einen Link zur obigen Grafik, die er durch Gegenüberstellung zweier anderer Grafiken zusammengestellt hatte. Sie ist mehr als suggestiv: sie weist auf einen der Hauptgründe hin, warum die Reichen reicher geworden sind, während die Löhne für uns andere stagnierten. Ein größerer Anteil des Nationaleinkommens ist in den letzten paar Jahrzehnten an das Kapital gegangen, und ein geringerer Anteil an die Arbeitenden, und Masseneinwanderung ist eine Schlüsselstrategie beim Griff der Eliten nach mehr Geld gewesen.

Man kann erkennen, daß die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg das goldene Zeitalter für den Anteil der Arbeitenden am Nationaleinkommen gewesen ist, wobei dessen Zenit um 1970 fast genau dem Tiefpunkt des Bevölkerungsanteils entspricht, der aus Einwanderern besteht, etwa 4,7 %. Die Nachkriegszeit war auch die Hochphase für die Gewerkschaften, aber wenn dieses Diagramm irgendeine Gültigkeit hat, dann waren die Gewerkschaften erfolgreich, weil die Firmen sie nicht einfach durch Anheuern billiger Arbeitskräfte umgehen konnten.

Beachten Sie auch, daß die Spitzenzeit für den Anteil des Kapitals am Einkommen 1928 war, vier Jahre nach Inkraftsetzung des Einwanderungsbeschränkungsgesetzes von 1924, und daß er einen Abschwung begann, der Jahrzehnte dauerte. Zufall?

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2. Februar 2012

Barbarossa- Revival II: Grundgedanken

Grundgedanken (11.3.2011)

von Barbarossa

In Gesprächen mit vielen Menschen merkt man, dass im Volk derzeit wegen der politischen Geschehnisse Angst und Ratlosigkeit herrschen. Die Leute ahnen und fühlen, dass wir uns am Vorabend umfangreicher Umbrüche befinden.

Gleichzeitig muss festgestellt werden, dass diese Menschen hinsichtlich politisch-wirtschaftlicher Zusammenhänge kaum Informationen und Kenntnisse besitzen.

Ohne diese Kenntnisse aber kann niemand die notwendigen Zusammenhänge erkennen!

Und ohne die wiederum nicht reagieren, oder –besser noch- agieren!

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25. Januar 2012

Barbarossa-Revival I: Realitäten

[Lieber Barbarossa, wir werden Dich sehr vermissen! Damit Du nicht in Vergessenheit gerätst, werde ich ab und an hier alte Artikel von Dir einstellen. Beginnen will ich mit Deinem Meisterwerk, das zuerst am 10.4.2011 auf Einigkeit, Recht, Freiheit (blogspot) erschien – – Viele Grüße – Kairos]

 

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29. Dezember 2011

Der Gedenk-Kalender von „As der Schwerter“

An viele Menschen denk’ ich da,
Die sind schon längst nicht mehr…

 Aus „Bilbos Lied“ von J. R. R. Tolkien in „Herr der Ringe 1“; hier die entsprechende Strophe aus dem englischen Original, die für diesen Artikel passender weitergeht:

I sit beside the fire and think
Of people long ago
And people who will see a world
That I shall never know.

Nun, da sich dieses Jahr wieder dem Ende zuneigt, ist es angebracht, sich neben dem Blick in die Zukunft auch vergangener Ereignisse zu erinnern und dabei an die Botschaft der Tarot-Schwerter im Sinne der Symbolik zu denken, wie wir sie hier verwenden: die Zustandsfeststellung der „Acht der Schwerter“; das beginnende Erwachen der „Neun der Schwerter“ mit der Bereitschaft, die Schwerter von der Wand zu nehmen und zu handeln; die Warnung der „Zehn der Schwerter“ für den Fall, daß das nicht rechtzeitig geschieht, und der Durchblick des „As der Schwerter“.

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8. Dezember 2011

Europäische Integration und die Globalisierung

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original European Integration & Globalization erschien am 2. Dezember 2011 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Die europäische Integration ist von anti-weißen Eliten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verfochten worden.

Angefangen mit der Zollunion der Benelux-Staaten (1948) erweiterten zunehmend mächtigere pan-europäische Organisationen ihren neuen institutionellen Wirkungsbereich buchstäblich ohne Unterlaß: die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS [auch „Montanunion“]) 1951, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG oder „Gemeinsamer Markt“) 1957, die Europäische Gemeinschaft (EG) 1967 und schließlich die Europäische Union (EU) 1991.

Es ist wichtig zu verstehen, daß die Europäische Union eine supranationale Organisation statt einer Organisation zwischen Regierungen ist. Letztere hängen von freiwilliger Regeleinhaltung durch ihre Mitglieder ab. Sie besitzen keine direkte Zwangsmacht, um ihre Gesetze und Vorschriften durchzusetzen. Supranationale Organisationen andererseits können von ihren Mitgliedern verlangen, Kontrolle über ihre Politik abzutreten und die Einhaltung ihrer Anordnungen erzwingen.

In Osteuropa errichteten sowjetische Armeen und politische Agenten ein dicht verwobenes Kolonialregime, teilweise dank der intensiven ideologischen Identifikation jüdischer und westlicher Eliten mit ihren kommunistischen Bettgenossen und einer tiefe Zuneigung ihnen gegenüber während und gleich nach dem Krieg.

In der Sicht des Historikers William H. McNeill war der Krieg selbst ein bedeutender Katalysator des Pan-Europäismus gewesen:

Ungeachtet der rassischen und nationalistischen Doktrinen der Nazis erlebte der europäische Kontinent während der späteren Phasen des Zweiten Weltkriegs eine bemerkenswerte transnationale wirtschaftliche und administrative Integration. Nachdem sie bis 1942 den Großteil Europas erobert hatten, begannen die Nazis sich auf die menschlichen und materiellen Ressourcen des gesamten unter ihrer Kontrolle stehenden Gebietes zu stützen, um die deutschen Armeen zu versorgen…

Die Erinnerungen an Europas Wirtschaftsstrukturen der Kriegszeit konnten nicht weggewischt werden. Als die wirtschaftlichen Boomverhältnisse nach 1948 nach Westeuropa zurückkehrten, waren Männer, die während des Krieges als Sklavenarbeiter in deutschen Fabriken gearbeitet hatten, nur allzu bereit, wieder als Fabrikarbeiter nach Deutschland zurückzukehren. Tausende andere folgten. Allgemeiner gesprochen wurde der Nachkriegserfolg des Gemeinsamen Marktes sicherlich durch die Erinnerungen an die massiven transnationalen Migrationen begünstigt, die während des Krieges stattgefunden hatten, als Soldaten und Kriegsgefangene wie auch zivile Sklavenarbeiter Europas nationale Grenzen zu Hunderttausenden kreuz und quer überschritten hatten. Der Zusammenbruch von Europas nationalen Barrieren erscheint daher als das ironische und völlig unerwartete, aber wahrscheinlich dauerhafteste Monument von Hitlers Karriere. (The Shape of European History, 1974, S. 173 – 74).

In diesem Zusammenhang ist zum Beispiel nicht allgemein bekannt, daß die SS-Generäle Otto Steinhäusl, Reinhard Heydrich, Arthur Nebe und Ernst Kaltenbrunner alle als Präsidenten von INTERPOL gedient haben.

Die signifikanteste Auslassung (von mehreren) in McNeills Darstellung ist, daß ein deutsches Europa, so unangenehm es von Standpunkt der Freiheit und repräsentativen Regierung gewesen wäre, wenigstens weiß gewesen wäre, wohingegen das Europa, das entstand, systematisch die Weißen vom Kontinent und vom Planeten säubert und dazu noch der Freiheit ermangelt.

Die europäische Integration nach dem Krieg war zum Teil eine gesunde Reaktion auf den brudermörderischen Nationalismus, der den Kontinent während des Ersten und Zweiten Weltkriegs dezimierte. Und gewisse Teilnehmer sahen den Prozeß als notwendig, um die amerikanische Dominanz nach dem Krieg auszugleichen. Sie glaubten, daß die Nationen Europas, wenn sie eine bedeutende Rolle in den Angelegenheiten der Welt spielen sollten, sich vereinen und über Ressourcen gebieten müßten, die jenen der USA vergleichbar wären.

Die Bildung der Europäischen Union 1991 wurde, auch wenn sie jahrzehntelang vorbereitet worden war, durch den plötzlichen Zusammenbruch des Kommunismus beschleunigt. Seit damals ist das ex-kommunistische Osteuropa methodisch einem einzigen, pan-europäischen Gebilde einverleibt worden, im fortgesetzten Versuch, die lang angestrebten „Vereinigten Staaten von Europa“ zu verwirklichen.

Man kann nicht anders, als sich in dieser Hinsicht der Aussage des ehemaligen Kongreß-Untersuchungsbeamten Norman Dodd (in der Zeit des Kalten Krieges) von 1982 gegenüber dem Interviewer G. Edward Griffin zu erinnern, die nachfolgend häufig von der John Birch Society zitiert wurde (ich habe eine Bandaufnahme des Interviews, aber es ist auch online verfügbar), daß ihm H. Rowan Gaither, der Präsident der Ford Foundation, in den 1950ern gesagt hatte, daß die Führer der größeren Privatstiftungen alle eine Vergangenheit entweder beim Office for Strategic Services (OSS) während der Kriegszeit oder in der „European Economic Administration“ (vermutlich das „European Recovery Program“ – ERP oder Marshallplan) nach dem Krieg gehabt hätten. Gaither sagte Dodd angeblich, daß die größeren Stiftungen unter Direktiven der Exekutive arbeiten würden, ihre Förderungsmacht so einzusetzen, „daß das Leben in den Vereinigten Staaten so verändert wird, daß sie bequem mit der Sowjetunion verschmolzen werden können.“

Dodds Behauptung klang zu der Zeit plausibel und erscheint im Lichte nachfolgender Ereignisse noch prophetischer. Falls sie stimmt, deutet sie auf einen Zeithorizont hin, der für von sich aus handelnde Weiße untypisch ist, wie auch auf eine Form von Elitedominanz, an die viele Leute trotz des Vorherrschens zentralisierter großer Diktaturen im 20. Jahrhundert, Medienoperationen, Sicherheitsdiensten und so weiter nicht glauben werden.

Zwischenstation

Die Europäische Union ist nur eine Komponente in einem viel größeren Prozeß der globalen Integration. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die europäischen Eliten systematisch ihre Kolonialreiche ab und förderten die Einwanderung von Drittweltpopulationen ins europäische Mutterland.

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